Menschenrechte sind unverhandelbar

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Menschenrechte gehen uns alle etwas an. Als global agierendes Unternehmen übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung für die Menschen an unseren eigenen Standorten sowie in unserer Lieferkette. Und unterstützen Menschen auf der ganzen Welt dabei, soziale Herausforderungen zu meistern. 

Unser Risikomanagement

Um die menschen- und umweltrechtsbezogenen Risiken in unserer Lieferkette frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, wenden wir ein Risikomanagementsystem an, das auf den UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD Vorgaben für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht und den Vorgaben des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes basiert. Dabei gehen wir in vier Schritten vor: Wir analysieren die Risiken in unserer Lieferkette, setzen wo immer nötig Präventionsmaßnahmen ein, um das Eintreten von Risiken zu verhindern und leisten dort Abhilfe, wo Schäden nicht verhindert werden konnten. Außerdem sprechen wir öffentlich darüber, was wir tun und machen die Risiken in unserer Lieferkette durch die Berichterstattung transparent.

Erfüllung unserer Standards: Verhaltenskodex & Auditierung

Die Einhaltung unseres Verhaltenskodexes (Code of Conduct) für die Warenbeschaffung ist Voraussetzung für den Beginn und die Fortführung einer Geschäftsbeziehung mit unseren Lieferant:innen. Darin werden u. a. das klare Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Vorgaben zu Lohn und Arbeitszeiten, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, das Recht auf die Vereinigungsfreiheit von Arbeiter:innen sowie Umwelt- und Tierschutzprinzipien geregelt. Mit unseren Regelungen orientieren wir uns an den Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation (ILO). Um die im Verhaltenskodex festgelegten Standards und Richtlinien in unserer Lieferkette sicherzustellen, führen wir regelmäßig Audits in den Produktionseinheiten unserer Lieferant:innen durch, mit denen wir die Einhaltung unserer Standards überwachen und mögliche Risiken identifizieren. Im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetztes haben wir ein Meldesystem eingerichtet, über das die Menschen in unserer Lieferkette Beschwerden und Hinweise über Verstöße gegen unsere Standards anonym und vertraulich an uns weiterleiten können. Wir nehmen diese Meldungen auf und gehen diesen konsequent nach.

Beschwerdeverfahren

Verstöße können an complaints@fairwear.org gemeldet werden, oder unter https://soliver-group.hintbox.eu eingereicht werden. Die Verfahrensordnungen der Beschwerdeverfahren auf Deutsch und Englisch können unter Grievance Policy heruntergeladen werden.

ÜBER AUDITS HINAUS

Wie können wir fairere Arbeitsbedingungen fördern?

Unsere Audits sind ein wichtiges Element unseres Risikomanagements und unterstützen die Überprüfung der Einhaltung unserer Sozial‑ und Umweltstandards. Langfristig können Audits allein jedoch nur begrenzt zu nachhaltigen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen beitragen.

Seit 2022 haben wir unser Sozialprogramm deshalb kontinuierlich ausgebaut, um Arbeiter:innen in unserer Lieferkette dabei unterstützen, ihre Rechte einzufordern. Dazu gehören unter anderem Social-Dialogue Trainings, die Strukturen in den Fabriken langfristig verbessern und Risiken proaktiv mindern sollen.

Unsere enge Zusammenarbeit mit der Fair Wear Foundation, die sich in den letzten Jahren aufgebaut hat, setzen wir im Rahmen unseres etablierten Beschwerdemechanismus fort. Der Zugang zu einem unabhängigen, vertrauenswürdigen Beschwerdeweg bleibt für uns ein zentraler Baustein zur Stärkung von Arbeitsrechten.

Auch lokale Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen spielen eine zentrale Rolle, um faire Arbeitsbedingungen voranzutreiben. Wir möchten diese Organisationen als legitime Vertretungen von Rechteinhaber:innen stärken – denn echte Verbesserungen entstehen vor allem dann, wenn lokale Akteurinnen ihre Interessen selbstbestimmt vertreten können. Dieses Ziel haben wir auch durch unsere gemeinsame Absichtserklärung mit weiteren Marken und dem BMZ bekräftigt. In diesem Zuge beteiligen wir uns aktiv an Meaningful‑Stakeholder‑Formaten, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der Arbeiterinnen systematisch in unsere Prozesse einfließen.